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Tag des Denkmals – 27.9.2026

TdD2026 Sujet Veranstaltungsposter

Tag des Denkmals 2026 in Kindberg

Denkmale: Wert für alle.

Am Sonntag, 27. September 2026, findet österreichweit wieder der Tag des Denkmals statt. Rund 300 historische Objekte öffnen an diesem Tag bei freiem Eintritt ihre Türen und laden dazu ein, Österreichs kulturelles Erbe zu entdecken.

Unter dem diesjährigen Motto „Denkmale: Wert für alle.“ wird sichtbar, welchen gesellschaftlichen, kulturellen, ökologischen und wirtschaftlichen Wert unsere Denkmale besitzen.

Auch in Kindberg gibt es an diesem besonderen Tag einiges zu entdecken. Mit Schloss Friedau, der Kalvarienbergkirche zum Heiligen Kreuz mit ihrer Berganlage und der Georgibergkirche öffnen gleich drei besondere historische Orte ihre Türen.

Der Besuch sowie die Führungen sind kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Schloss Friedau

Friedauweg 5, 8650 Kindberg

Das ehemalige Gewerkenschloss Friedau in Kindtal erzählt von der großen wirtschaftlichen Bedeutung der Region. Als Wohnsitz eines Gewerken war das Schloss Teil eines Hammerwerkes und später eines Sensenwerkes. Das Gebäude und seine Nebengebäude prägen das Bild des Tales bis heute.

Das zweigeschossige barocke Schloss wurde im dritten Viertel des 18. Jahrhunderts errichtet. Sein eleganter Baustil erinnert an die Wohnbauten des bekannten Architekten Martin Rottmayr. Besonders markant ist die fünfachsige, nach Westen ausgerichtete Schauseite.

Auch im Inneren gibt es einiges zu entdecken. Ein hoher gewölbter Flur durchzieht das Erdgeschoß, von dort führt eine breite Treppe in den ersten Stock. Im Obergeschoß befinden sich die teilweise erhaltenen ehemaligen Prunkräume.

Ein besonderes kunsthistorisches Highlight ist die ehemalige Kapelle mit ihrem ovalen Grundriss. Sie zeichnet sich erkerartig nach außen ab und ist ausgezeichnet erhalten. Der Altar stammt aus dem Jahr 1775. Das Altarbild mit der Darstellung der Taufe Christi wurde vom Künstler Carl Laubmann geschaffen.

Derzeit werden in Schloss Friedau umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. Dabei wird besonderes Augenmerk auf den Erhalt historischer Bausubstanz und die Anwendung alter Handwerkstechniken gelegt.

Vom Hammerwerk in die Zukunft

Vom Hammerwerk zum Mehrparteienhaus, über den Leerstand bis hin zu einer neuen Zukunft: Schloss Friedau hat im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Veränderungen erlebt. Viele kleine Details im Gebäude erzählen noch heute von dieser wechselvollen Geschichte.

Am Tag des Denkmals können Besucherinnen und Besucher diesen Spuren gemeinsam nachgehen und gleichzeitig einen Einblick in die aktuellen Sanierungsarbeiten erhalten.

Führungen im Schloss Friedau

09:00 Uhr
Rundgang mit Erzählungen zum Schloss

13:00 Uhr
Rundgang mit Erzählungen zum Schloss

16:00 Uhr
Rundgang mit Erzählungen zum Schloss

Bei den gemeinsamen Rundgängen durch Schloss Friedau werden die Spuren der Zeit betrachtet und Wissenswertes über die wechselvolle Geschichte des Gebäudes vermittelt.

Keine Anmeldung erforderlich.

ACHTUNG! Das Schloss Friedau befindet sich derzeit in einem Baustellenzustand. Daher können einzelne Bereiche uneben oder nur eingeschränkt zugänglich sein. Wir empfehlen daher festes Schuhwerk und entsprechende Vorsicht beim Rundgang.


Kalvarienbergkirche zum Heiligen Kreuz und Berganlage

Kalvarienberg 15, 8650 Kindberg

Die Geschichte der Kindberger Kalvarienberganlage reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1674 erfolgte die Stiftung durch Abundius Maria Dominikus Graf von Inzaghi aus Como und seine Söhne Johann Anton und Johann Philipp.

Die Familie Inzaghi war im Zuge der Gegenreformation in die Steiermark gekommen. Die Grundsteinlegung der Kirche erfolgte höchstwahrscheinlich in Anwesenheit von Prinz Benedetto Kardinal Odescalchi, dem späteren Papst Innozenz XI.

Am 3. Mai 1686 wurde die Kirche schließlich durch den Fürstbischof von Seckau, Johann Ernst Graf von Thun, geweiht.

Im 18. Jahrhundert entstand eine Reihe barocker Kapellen, die teilweise mit bemerkenswerten Holz- und Steinstatuen ausgestattet sind. In der zweiten, dritten und fünften Kapelle befinden sich Figurengruppen des bekannten Grazer Künstlers Veit Königer.

Seit 1980 setzt sich der Verein zur Erhaltung des Kindberger Kalvarienberges für die Bewahrung dieses besonderen Ensembles ein.

Heute ist der Kalvarienberg weit mehr als ein historischer Sakralbau. In der Kirche werden Gottesdienste gefeiert, gleichzeitig dient sie als besonderer Veranstaltungsort für Konzerte, Lesungen und weitere Kulturveranstaltungen. Auch im ABO-Programm der Musikschule Kindberg ist die Kirche ein Fixpunkt.

Die gesamte Berganlage ist darüber hinaus ein beliebter Naherholungsraum für die Kindberger Bevölkerung.

Führung: Entstehung der Kalvarienberganlage Kindberg

12:00 Uhr und 14:00 Uhr

Im Rahmen der Führung erfahren Besucherinnen und Besucher Wissenswertes über die Grundsteinlegung und Weihe der Kirche sowie über die Entwicklung der gesamten Kalvarienberganlage bis in die Gegenwart.

Darüber hinaus werden restauratorische Aspekte aus unterschiedlichen Fachbereichen erläutert und Einblicke in die Erhaltung dieses besonderen Kulturgutes gegeben.

Keine Anmeldung erforderlich.

Kontakt bei Rückfragen:
kalvarienberg@kindberg.at
+43 699 11175434


Georgibergkirche

Die Georgibergkirche zählt zu den ältesten historischen Zeugnissen Kindbergs. Ihre erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1232. Bereits damals wurde sie als die ältere Kirche gegenüber der heutigen Pfarrkirche bezeichnet.

Sie war ursprünglich das Gotteshaus für das „Dörfl“. Auch der Friedhof bei der Kirche zeugt von der jahrhundertelangen Bedeutung dieses Ortes für die Bevölkerung.

Eine besondere Verbindung besteht zwischen dem Georgiberg und der Geschichte des Namens Kindberg. In der Kirche wurde ein Votivstein aus der Römerzeit gefunden, der als einziger seiner Art im ehemaligen Bezirk Mürzzuschlag gilt. Darauf ist ein „Kind“, ein Mädchen in nordischer Tracht, dargestellt. Der Überlieferung zufolge soll der Berg davon zunächst den Namen Kindberg erhalten haben.

Als die kultische Darstellung später als heidnisch erkannt wurde, erhielt der Berg nach dem Patron der Kirche, dem heiligen Georg, seinen heutigen Namen Georgiberg.

Auch das Georgspatrozinium verweist auf die lange Tradition dieses besonderen Ortes. Bis heute wird dem Georgiberg eine ganz eigene Atmosphäre und besondere Aura zugeschrieben.

Öffnungszeiten

Die Georgibergkirche ist am Tag des Denkmals von

09:00 bis 12:00 Uhr

für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Führungen

10:00 Uhr und 11:00 Uhr
Führung durch die Georgibergkirche

Keine Anmeldung erforderlich.


Alle Termine auf einen Blick

Sonntag, 27. September 2026

Schloss Friedau

Führungen um 09:00, 13:00 und 16:00 Uhr

Georgibergkirche

Geöffnet von 09:00 bis 12:00 Uhr
Führungen um 10:00 und 11:00 Uhr

Kalvarienbergkirche

Führung von 11:00 bis 12:30 Uhr

Alle Programmpunkte sind kostenlos und können ohne Anmeldung besucht werden.

Drei Denkmale. Drei besondere Geschichten.

Vom mittelalterlichen Georgiberg über die barocke Kalvarienberganlage bis zum ehemaligen Gewerkenschloss Friedau zeigt der Tag des Denkmals, wie vielfältig das kulturelle Erbe Kindbergs ist.

Nutzen Sie die Gelegenheit, bekannte Orte aus einer neuen Perspektive zu erleben, einen Blick hinter sonst verschlossene Türen zu werfen und mehr über ihre Geschichte, Restaurierung und zukünftige Nutzung zu erfahren.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch beim Tag des Denkmals 2026 in Kindberg!

ChatGPT Image Sep 1, 2026, 12 12 15 PM

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